Hexe Kaukau





Hexe Kaukau


Kritzel, kritzel, kritzel!
Verschwinde, du Pappnase!
Ich bin so neugiering auf den Roboter.
Lange kann ich nicht mehr warten.
Kaum war der Postbote fort, schleifte die Hexe Kaukau das Paket ins Haus . Ungeduldig entfernte sie die Verpackung mit den bloßen Händen, dabei brach sie sich einen rotlackierten Fingernagel ab. "Verdorrte Küchenschabe!" schimpfte sie. Doch als der Kopf des Roboters zum Vorschein kam, verzog sich ihr Gesicht zu einem breiten Grinsen. "Ach, ist der süüüüß!"
"Hallo, Tricki", begrüßte die Hexe Kaukau den Roboter. "Ich bin die Hexe Kaukau und ab heute deine Herrin. Hast du verstanden?"
"Hallo ", antwortete Tricki freundlich. "Ja, ich habe verstanden. Meine Sensoren arbeiten einwandfrei, meine Kugelgelenke sind geölt."
"Gut", sagte die Hexe Kaukau zufrieden. "Dann will ich dich mal testen. Zunächst eine Frage: Wieviel ist dreizehn mal dreizehn?"
"hundertneunundsechzig", antwortete Tricke schnell. "Richtig." Die Hexe Kaukau nickte. "Wer hat das Märchen Hänsel und Gretel geschrieben?" "Die Gebrüder Grimm", antwortete Tricki noch schnelller.
"Ausgezeichnet", lobte die Hexe Kaukau den klugen Roboter. "Schlag mal ein Rad!" Mühelos kam Tricki dem Befehl nach.
"Spring mal über diesen Papierkorb!" Auch diese Aufgabe schaffte Tricki mit Leichtigkeit.
"Und jetzt die Zusatzfunktionen. Stell dir vor, drei Kinder rennen von dir weg. Was machst du?"
"Ich rufe: hier gibt es Gummibärchen. Ein Kind bleibt bestimmt stehen, weil es Gummibärchen mag. Schon habe ich es geschnappt und stecke es in einen Sack." erklärte Tricki unbekümmert.
"Ausgezeichnet!" rief die Hexe Kaukau erfreut. Ihre stachelbeergrünen Augen funkelten. "Und was machst du dann?" fragte sie listig. Das war natürlich eine Fangfrage.
"Ich bringe das Kind meiner Herrin", sagte Tricki fröhlich. "damit meine Herrin mit mir zufrieden ist."
"Aha." Die Hexe Kaukau nickte zufrieden. Dieser Roboter schien besser zu sein, als sie vermutet hatte.
"Wir sind ein gutes Team." Sie schüttelte die Hand des Roboters.
Mißtrauisch blickte sie in seine großen Kinderaugen . "Du mußt mir gehorchen, Tricki," sagte sie streng. "In diesen Dingen kenne ich keine Entschuldigung ."
"Ja, Herrin. Ich werde mir Mühe geben", versprach Tricki eifrig.
Ob das gutgeht?
